Die Änderungen der Pflegeversicherung treten am 01.07.08 in Kraft.
Reform der Pflegeversicherung
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1. Durch Beitragserhebung bessere Leistungen!
Um bessere Leistungen für die wachsende Anzahl an pflegebedürftigen Menschen finanzieren zu können, steigt der Beitragssatz zur Pflegeversicherung ab dem 01.07.2008 von 1,7% auf 1,95%. Kinderlose Versicherte zahlen 2,2%.

Wären die Beiträge nicht erhöht worden und damit die Einnahmen der Pflegeversicherung, hätten die häufig bereits auch finanziell belasteten Pflegebedürftigen und deren Angehörigen einen Teil der Leistungen zahlen oder die Sozialhilfe hätte einspringen müssen.
3. Die häusliche Pflege wird stärker unterstützt!
Die Leistungen für die häusliche Pflege werden verbessert. Nach drei bereits feststehenden Schritten in den Jahren 2008, 2010 und 2012 soll ab 2015 eine regelmäßige Anpassung erfolgen.

Die Verbesserungen kommen sowohl, wenn die Pflege durch Angehörige übernommen wird (Pflegegeld), als auch wenn Pflegedienste beauftragt werden (Pflegesachleistung).
4. Der MDK wird die Begutachtung zur Einstufung in eine Pflegestufe
beschleunigen!
Dem Antragsteller soll spätestens 5 Wochen nach Eingang des Antrags bei der zuständigen Pflegekasse die Entscheidung schriftlich mitgeteilt werden. Liegt eine besondere Dringlichkeit vor (Krankenhausauftenthalt, etc.), soll zur Weiterversorgung der Bescheid nach einer Woche vorliegen. Hat ein Angehöriger zur Versorgung in der Häuslichkeit einen Antrag auf Pflegezeit bei seinem Angehörigen gestellt, beträgt die Frist maximal 2 Wochen.

Damit erhalten sowohl die Pflegebedürftigen als auch die Angehörigen sehr viel schneller Klarheit, ob und welche Leistungen erwartet werden können.
Mehrere Pflegebedürftige können Pflege-, Betreuungs- und Hauswirtschaftsleistungen gemeinsam in Anspruch nehmen (Beispiel: Nachbarschaft oder Wohngemeinschaften).
Die hierdurch gewonnene Zeit steht den beteiligten Pflegebedürftigen zur Verfügung. So können erstmals seit Einführung der Pflegeversicherung auch z.B. zusätzliche Betreuungsleistungen angeboten werden.
5. Durch gemeinsame Leistungsinanspruchnahme zusätzliche
Betreuungszeit!
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Pflegebedürftige und deren Angehörige erhalten von ihrer Pflegekasse auf Wunsch eine Leistungs- und Preisvergleichsliste von Pflegeeinrichtungen in Wohnortnähe.
Es besteht zudem ein Rechtsanspruch (nach §7a SGB XI) auf eine indviduelle Beratung bei der Auswahl und Inanspruchnahme von Sozialleistungen.
2. Mehr Auskunft und Beratung für Pflegebedürftige und deren Angehörige!